Willkommen beim FC Tuggen

Davide D'Acunto im Zweikampf gegen einen Höngger. (Bild: Carlo Stuppia)
Bringt viel Schwung in die Mannschaft: Der neue Trainer Danijel Borilovic. (Bild: Carlo Stuppia)
Dario Stadler avanciert zum neuen Spielmacher im Tuggener Fussball.

«Matchplan ist erneut aufgegangen»

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Weil der FC Tuggen am Samstag in Balzers defensiv fast nichts zuliess und so auch im dritten Saisonspiel ohne Gegentor blieb, war der 3:0-Auswärtssieg im Ländle nie in Gefahr. Trainer Borilovic war fast vollends zufrieden. 

 

von Andreas Züger

 Ein Trainer wäre nicht ein Trainer, wenn er auch nach einem diskussionslosen 3:0-Sieg nicht total zufrieden wäre. Das war bei Danijel Borilovic am Samstag im liechtensteinischen Balzers nicht anders. Dennoch überwog beim neuen Tuggen-Trainer am Samstagabend die Freude darüber, dass der «Matchplan erneut aufgegangen» sei.

 Kein Pressing, viel Zeit

 Borilovic teilte die Meinung vieler Zuschauer, dass seine Mannschaft 90 Minuten lang überlegen war, nicht ganz. Vor allem die Phase bis zum 1:0-Führungstreffer (39.) verlief nicht immer nach dem Gusto des 33-Jährigen. «Spielen wir ein bisschen mehr Fussball», rief Borilovic, der an der Seitenlinie sehr aktiv war und trotz teilweise strömenden Regens kaum eine Minute am Stück auf der Bank sass, seinen Mannen einmal zu. Nach der Partie sprach er davon, dass sein Team «für meinen Geschmack zu viele lange Bälle» spielte. «Aber die Spieler müssen selber merken, was die richtigen Mittel sind.»

In der Tat funktionierte die Spieleröffnung nicht immer tadellos. Obwohl Balzers den Tuggnern viel Zeit liess und fast gänzlich auf Pressing verzichtete, agierten die Gäste teilweise zu hektisch, zu wenig geduldig. Daraus ergaben sich einige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Auch, weil die Märchler Defensivabteilung stets hellwach war. Die dritte Saisonpartie ohne Gegentor spricht Bände. Ein Umstand, der Borilovic besonders freute, auch wenn er der Ansicht war, dass man Defensiv «manchmal etwas genauer, etwas konsequenter» hätte agieren können. 

 Doppeltorschütze Ugljesic

 Speziell war: Borilovic schickte vier Tage nach dem 2:0-Heimsieg über Wettswil-Bonstetten genau die gleiche Elf aufs Feld. «Das spielte heute schon eine Rolle. Wir konnten nicht mehr eine so grosse Laufintensität an den Tag legen wie noch am Mittwoch.» Trotz aller leiser Kritik: Borilovic war stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft. So war der FCT Balzers in den Punkten Ballbesitz, Chancen und Zweikämpfen überlegen. Und alle drei Tore waren keine Zufallsprodukte, sondern Ergebnisse gut durchdachter Aktionen. In der 39. Minute verwertete Petar Ugljesic eine wunderschöne Hereingabe seines Sturmpartners Jakup Jakupov volley. Auch beim 2:0 zehn Minuten nach der Pause hatte Jakupov seine Füsse im Spiel. Ein rasch ausgetragener Auswurf überraschte die Einheimischen. Jakupov legte zurück auf Dario Stadler. Dieser missachtete die «Schüüss!»-Aufforderungen aus dem Publikum und spielte den besser positionierten Ugljesic an, der das Leder mit Schwung und etwas Glück an Balzers-Hüter Majer vorbeibrachte. Und in der 69. Minute vollendete Innenverteidiger Rinor Avdyli einen der zahlreichen Eckbälle Javier Santanas mit dem Kopf zum 3:0. 

Für Tuggen geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen Gossau weiter. «Wir versuchen, den Rhythmus mitzunehmen und aus diesem guten Saisonstart Kapital zu schlagen», so Borilovic.

 

«Wir geben uns die Zeit, die es braucht»

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Zwei Spiele, vier Punkte, kein Gegentor – Tuggen ist
gut in die Saison gestartet. Für den neuen Trainer Danijel Borilovic kein Grund zur Euphorie.
«Wir stehen erst am Anfang einer langen Saison.»

 von Andreas Züger

 «Fast makellos» war er in den Augen Borilovics, der Saisonstart des FC Tuggen. Zu Beginn gab es gegen Höngg ein torloses Unentschieden, vorgestern Mittwochabend gegen Wettswil-Bonstetten den ersten Sieg (2:0). «Gegen Höngg legten wir uns wohl ein bisschen zu viel Druck auf, den wir dann während der Partie nie richtig ablegen konnten» so Borilovic rückblickend. Doch schon im zweiten Spiel «ist unser Matchplan aufgegangen. Wir spielten so, wie wir uns das vorgenommen hatten.» Trotzdem: Es ist für den 33-Jährigen zu früh, um Schlüsse aus dem Gezeigten zu ziehen. «Warten wir noch die Auswärtspartie gegen Balzers ab, vielleicht noch zwei, drei weitere Runden. Dann können wir langsam erahnen, in welche Richtung es in dieser Saison gehen könnte.»

 «War froh um Inputs»

 Keine Frage: Borilovic ist nicht nach Tuggen gekommen, um mit der Mannschaft im Tabellenmittelfeld herumzudümpeln. Er spricht denn auch vage von der Spitze. «Wir stehen erst am Anfang einer langen Saison und
wollen uns nun in der Vorrunde möglichst viele Punkte angeln, um dann den Schlussspurt zu erwischen, wenn es denn eventuell um die Spitzenplätze geht», so Borilovic. Dafür gebe er sich und der Mannschaft «die Zeit, die es braucht».

 Zeit, die er nicht nur von seinen Spielern, sondern auch vom Umfeld beim FC Tuggen erhalte, sagt der Zürcher weiter. «Es gibt hier viele Leute, die viel Herzblut in den Verein investieren. Selten bis nie sagt man mir, dass das Gewünschte heute nicht möglich sei. Das familiäre Umfeld hier gefällt mir sehr gut», so der neue Trainer, der sich zu Amtsbeginn Tipps geholt hat – von Adrian Allenspach, dem langjährigen Erfolgstrainer an der Linthstrasse. «Nachdem ich den Vertrag unterzeichnet hatte, führte ich eines der ersten Telefonate mit Allenspach. Ich kenne ihn seit vielen Jahren, und er gab mir einige Inputs, die mir geholfen haben. Er kam auch an ein Testspiel – ich schätze sein Entgegenkommen sehr.» Borilovic war auch froh um Spieler wie Javier Santana, Raymond Tinner oder Andrei Herlea, die bereits in der Vorsaison in Tuggen engagiert waren und ihm den Einstieg einfach machten. «Sie wollten, das sofort alles klappt. Das macht es einfacher, um einen neuen Spirit in die Mannschaft zu bringen.» Ein Spirit, der morgen in Liechtenstein die nächsten drei Punkte einbringen soll.

 

Balzers – Tuggen

 

Samstag, 19.30 Uhr, Rheinau

 

Tuggen gewinnt in der 1. Liga zum ersten Mal

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Im zweiten Meisterschaftsspiel traf Tuggen gestern Abend auf Wettswil-Bonstetten. Die Märchler liessen nichts anbrennen, präsentierten sich stark und konnten die ersten drei (wichtigen) Punkte einsammeln. 

von Roger Züger 

Gestern Abend war auf dem Linthstrasse-Rasen Wettswil-Bonstetten zu Gast beim FC Tuggen. Für die Zürcher war es die zweite Partie innert vier Tagen, nachdem sie am Sonntag im Schweizer Cup vor über 4000 Zuschauern zu Hause den FC Basel aufs äusserste gefordert hatten. Denn der nationale Krösus siegte lediglich 2:0, schoss den Entscheidungstreffer erst in der 86. Minute. Von der Cup-Euphorie war gestern bei Wettswil-Bonstetten aber nichts mehr zu spüren. Tuggen drückte dem Spiel vor gut 300 Besuchern den Stempel auf, haderte jedoch lange mit der Effizienz, die im 16er-Raum überhaupt nicht vorhanden war. 

Alleine in der ersten Halbzeit hatte die Equipe von Neo-FCT-Trainer Danijel Borilovic elf erfolgsversprechende Abschlüsse, doch alle blieben ungenutzt. Jakup Jakupov, Dario Stadler, Josip Uzelac, Petar Ugljesic, Javier Santana – alle scheiterten. Aber: Tuggen zeigte nach dem torlosen Unentschieden zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Höngg eine klare Leistungssteigerung. Pressing lautete das Zauberwort in der Startviertelstunde, in der Tuggen die Gäste gehörig unter Druck setzte. Zwar flachte das Spiel im Anschluss ein wenig ab, aber an den klaren Spielverhältnissen auf dem Rasen änderte dies nichts. 

Rückkehrer Jakupov befreit FCT

Kaum wieder angepfiffen, schlug sich die Übermacht Tuggens auch auf der Anzeigetafel nieder. Jakup Jakupov, der von Wettswil-Bonstetten zurück in die March wechselte, schoss das erste Erstligator für den FCT. Nur gut zehn Minuten später erhöhte Neuzugang Josip Uzelac auf 2:0. Von den Zürchern kam wenig bis nichts. Erst in den letzten Spielminuten wurde FCT-Schlussmann Fabian Fellmann richtig getestet und musste sich zweimal beim Alluminium bedanken, dass er auch im zweiten Spiel ungeschlagen blieb. Sehr gute Noten holten sich in den Reihen der Tuggern Stürmer Peter Ugljesic und Mittelfeldspieler Josip Uzelac, der bis zu seiner Auswechslung (65.) fast bei jeder gefährlichen Situation am Ursprung stand. Ebenfalls erwähnenswert präsentierte sich Dario Stadler, der sich innert zweier Jahre zu einer wichtigen Stütze im Spielaufbau der Märchler entwickelt hat und gestern als Lenker und Denker stets omnipräsent war. Der Erstligastart ist Tuggen mit vier Punkten aus zwei Spielen durchaus gelungen. 

Tuggen – Wettswil-Bonstetten 2:0 (0:0)

Linthstrasse. 320 Zuschauer. – SR Patrick Rogalla

Tore: 46. Jakupov 1:0. 58. Uzelac 2:0. 

Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Avdili, Badalli; Uzelac
(65. Murtisi), Stadler, D’Acunto (87. Gutierrez), Santana
(83. Junuzi); Jakupov, Ugljesic

Wettswil-Bonstetten: Thaler; Peter, Hotnjani, Studer,
Huber (52. Loosli); Le Bigonsan, Schneebli, Goufan (82. Berisha),
Peduzzi; Srdic, Allemann (65. Capone)

Bemerkungen: Tuggen ohne Renna, Dominik Schiendorfer und Istrefi (alle abwesend), Marjanovic (verletzt). Wettswil-Bonstetten ohne Voit, Teixeira Machado, Horak, Siefkes, Waser, Thalmann und Temperli (alle nicht im Aufgebot). - Verwarnungen: 56. Peter (Foul). 88. Horak (Foul). - Pfostenschüsse: Wettswil-Bonstetten 82. und 85. 

16Abschlüsse

hatte der FC Tuggen über
90 Spielminuten
und dominierte
damit die Partie durchgehend.

Tuggen empfängt heute Abend Wettswil-Bonstetten

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Der Fussballclub Tuggen genoss in der Meisterschaft am Wochenende ein spielfreies Wochenende. Frei hatten die Spieler allerdings nicht, absolvierten sie doch ein Testspiel gegen Frauenfeld (2. Liga inter), das die Märchler gleich 4:0 gewinnen konnten. Nun gastiert heute Abend (20 Uhr) zur zweiten Meisterschaftsrunde Wettswil-Bonstetten auf dem Linthstrasse-Rasen. Die heutigen Gäste verloren beim Saisonauftakt gegen Thalwil 1:2. Tuggen holte nach seinem Promotion-League-Abstieg beim ersten 1.-Liga-Spiel seit fünf Jahren immerhin einen Punkt (0:0 gegen Höngg). Damit die Equipe von Danijel Borilovic den Anschluss an die Spitze nicht frühzeitig verliert, ist heute ein Sieg Pflicht. (rzü)

 

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