Willkommen beim FC Tuggen

Jakup Jakupov im Zweikampf. Trotz seinem grossen Kampfgeist blieb er am Samstag erfolglos. (Bild: Carlo Stuppia)
Dardan Morina erhielt vom Trainergespann eine Position in der Startelf zugeteilt. (Bild: Carlo Stuppia)
Alessandro Renna im Kopfballduell mit einem Tessiner. (Bild: Carlo Stuppia)
Javier Santa kämpft um den Ball. Der Routinier zeigte am Samstag einige gute Aktionen (Bild: Carlo Stuppia)

Die Allenspach-Ära hat ein zweites Kapitel

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Allenspach adrian

Am Sonntag vor einer Woche musste Danijel Borilovic sein Traineramt beim FC Tuggen niederlegen. Gestern verkündete FCT-Präsident Felix Huber den neuen Trainer: Adrian Allenspach.

 von Roger Züger

Der FC Tuggen hat ihn zurück: Trainer Adrian Allenspach. Der inzwischen 48-Jährige kehrt an die Seitenlinie zurück, nachdem Danijel Borilovic seinen Posten am vorletzten Sonntag räumen musste (wir berichteten). Für Präsidenten Felix Huber ein Glücksfall, kennt Allenspach an der Linthstrasse doch jeden einzelnen Grashalm. Es war der Wunschkandidat, oder? «Ja», sagt Huber nach langem Überlegen, «aber ich war nicht auf ihn fixiert». Er habe ihn am Dienstag vor einer Woche angerufen. «Er war überrascht», erzählt Huber, der sich nach der Bedenkzeit Allenspachs bis vorgestern auf eine Antwort gedulden musste. Huber hatte noch eine gute Handvoll Anfragen von Trainern auf dem Tisch. Der Unterschied: Allenspach musste nicht anrufen, er wurde angerufen. «Er kennt uns, wir kennen ihn. Er hatte Erfolg und weiss, wie der Karren läuft – und ich, was ich an ihm habe», untermauert Huber seinen Entscheid.

«Es ist eine Herzensangelegenheit»

Dass Allenspach, der neuneinhalb Jahre Trainer des Fanionteams war und es zwischenzeitlich zu den 25 besten Fussballmannschaften der Schweiz formte, zurückkehrt, war jedoch nicht so klar, wie es scheint. «Ich habe lange überlegt», sinniert der FCT-Erfolgstrainer. Am Ende war es eine «Herzensangelegenheit», auch wenn er dafür «gewisse Risiken» eingehe – auf und neben dem Platz. Denn einerseits wird vom Rückkehrer viel erwartet. Er soll den sportlich bestklassierten Club im Kanton wieder in die Erfolgsspur bringen. Andererseits muss der Versicherungsberater nebst seinem 100-Prozent-Pensum die Balance wieder finden und Job, Familie, Freunde sowie den FC Tuggen unter einen Hut bringen.

«Ich bin nicht überzeugt, dass ich noch der richtige Mann bin», erklärte Allenspach bei seinem Rücktritt vor genau einem Jahr (10. November). Er wollte frischen Wind auf den Linthstrasse-Rasen bringen und übergab Bruno Berner, damit das Team die Promotion League halten kann. Es kam anders. Tuggen stieg ab, Berner bekam im Sommer keinen neuen Vertrag. Huber verpflichtete Borilovic, der die Mannschaft nach der Herbstrunde in der 1. Liga nicht wie gewünscht an der Spitze festigen konnte und entlassen wurde. Für Adrian Allenspach war Fussball während dieser Zeit Nebensache. «Ich war viel auf Reisen, besuchte Konzerte, habe die Zeit mit Familie und Freunden genossen.» Es sei der richtige Entscheid gewesen. In seiner Trainerkarriere bei Bazenheid und Tuggen hielt er über 14 Jahre ununterbrochen die Fäden zusammen. Das kostete viel Kraft. «Kraft, die ich zuletzt nicht mehr hatte, oder nicht mehr in dem Ausmass, wie ich es von mir selber verlange.»

«Guschti» Geiger wird nicht zurückkehren

Nun ist er zurück – wie Phönix aus der Asche. Ob er heute wieder der richtige Mann ist? «Das wird sich zeigen», so Allenspach. Aktuell führt er Gespräche mit potenziellen Assistenztrainern. Denn Allenspachs rechte Hand – Albert «Guschti» Geiger – wird nicht zurückkehren. Auch Torhütertrainer Urs Meier wird im neuen Jahr nicht mehr zum Staff gehören. «Das bedaure ich sehr. Guschti und Urs waren lange Weggefährten.» Vorerst liegt es an Allenspach, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Er, der Tuggen seit 2007 dreimal in die Aufstiegsspiele, 2012 zum Schweizer Amateurmeister sowie Promotion League-Aufstieg und viermal in die Schweizer Cup-Achtelfinals coachte. Er, der 138 seiner 284 Pflichtspiele mit dem FC Tuggen gewonnen hat. Das ist aber Geschichte. «Wir sind fünf Punkte vom Abstieg entfernt, es wäre vermessen, von etwas anderem zu reden.» Er müsse sich jetzt zuerst ein Bild verschaffen und dann die Mannschaft im Frühling wieder auf Kurs bringen. Die Ära Allenspach ist nicht zu Ende, sie wird mit einem weiteren Kapitel neu geschrieben.

ADI ALLENSPACH KEHRT ZUM FC TUGGEN ZURÜCK

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Adrian Allenspach kommt nach einem Jahr Unterbuch zurück zum FC Tuggen. (Bild: Carlo Stuppia)

 Adi Allenspach übernimmt das vakante Traineramt unseres 1. Ligateams. Er war bereits 9 ½ Jahre als  Cheftrainer in unserem Verein tätig und kehrt nun nach einem Jahr Pause an die Stätte seiner Erfolge zurück. Während seiner langen Amtszeit in Tuggen spielte er 5 Jahre in der 1. Liga und 4 ½ Jahre  in der Promotion League. Er erreichte 3 x die Aufstiegsspiele und war  mit dem FC Tuggen 2012 Schweizer Amateurmeister. 4x gelang ihm mit seinem Team das Erreichen des Schweizer Cup Achtelfinal (Spiele gegen den FCZ, FC Sion und zweimal gegen den FC Basel).

Der FC Tuggen freut sich auf die Zusammenarbeit mit Adi und heisst ihn hiermit herzlich willkommen.

Vorstand FC Tuggen

Vom Aufsteiger einen Denkzettel kassiert

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Der FC Tuggen verliert auswärts gegen Höngg 1:5. Den Ehrentreffer in der zweiten Halbzeit erzielte Jakup Jakupov.

von Tobias Akermann

Tuggen vermochte am Samstagnachmittag auf dem Kunstrasen von Höngg nicht über die volle Distanz zu überzeugen und ging bei garstigen Bedingungen im wahrsten Sinne des Wortes baden.
Der FCT wollte an die Leistung von vor-letzten Samstag anknüpfen und mit einer kämpferischen Leistung die nächsten Punkte einfahren. In gewissen Phasen des Spiels sah alles sehr gut aus und die Fans von Tuggen konnten auf Punkte hoffen. Allerdings stand ein Gegner auf dem Platz, der eine enorme -Effizienz an den Tag legte.

Schnell im Rückstand

Tuggen war über die gesamte Spielzeit das bessere Team und zeigte Willen, jedoch -machte Höngg aus praktisch jeder Gelegenheit ein Tor. Das Unheil nahm bereits in der 9. Minute seinen Lauf, Tyron Pepperday rea-gierte schneller als die Gegner und erzielte mit der ersten Chance für das Heimteam die Führung. Das Spiel verlief genau nach dem Gusto des Aufsteigers Höngg. Tuggen hatte mehr Ballbesitz und führte die feinere Klinge, Höngg nutze aber seine Kontergelegenheiten eiskalt aus und erhöhte das Skore kontinuierlich. Mit einem Doppelpack von Gaël Baillargeault zogen die Stadtzürcher mit drei Längen voraus. Noch vor dem dritten Gegentor hatte FC Tuggen-Trainer Danijel Borilovic versucht, von aussen einen Input zu setzen: Nach gut einer halben Stunde wechselte er Taulant -Junuzi für Durim Badalli ein und erhoffte sich so mehr Stabilität in der Abwehr.
Kurz vor dem Seitenwechsel schwächte sich Tuggen gleich selbst, Innenverteidiger Luis Gutierrez verlor völlig unnötig die Nerven und foulte seinen Gegenspieler, nach einem harmlosen Zweikampf, mit einer Kopfnuss – glasklares Verdikt: rote Karte. Diese Aktion war sinnbildlich für den Auftritt Tuggens. Wenig passte zusammen und der Frust sass tief.

Viel zu harmlos agiert

In der zweiten Hälfte ging es auf die Aufholjagd mit zehn Mann und drei Toren Rückstand. Tuggen spielte auf Pressing und konnte tatsächlich mit einem Mann weniger verkürzen. Jakupov hatte nach einem Stadler-Eckball goldrichtig gestanden und traf per Kopf zum 1:3. Für mehr reichte es -allerdings nicht, obwohl Tuggen sehr bemüht war und das Heimteam regelrecht in die eigene Hälfte einschnürte. Wie so oft in dieser Saison vermochten die Schwyzer im letzten -Drittel des Spielfeldes nicht zu überzeugen und waren vor dem Tor zu harmlos. Natürlich gab es durch die offensivere Spielweise von Tuggen Räume, um zu kontern – die Höngg enorm effizient ausnutzte. Wieder-um -Baillargeault und Hugo Soto machten in der Schlussviertelstunde den Sack definitiv zu.
Somit verabschiedet sich der FC Tuggen mit dieser bitteren Pleite in die Winterpause. Mit der neuerlichen Niederlage bleibt das Team von Trainer Borilovic auf dem 10. Tabellenrang kleben. Alle werden gespannt sein, wie sich der FC Tuggen nach dieser schwachen Hinrunde ab März in der Rückrunde präsentieren wird.

Höngg – Tuggen 5:1 (3:0)
Hönggerberg, 120 Zuschauer. – SR: Stefano Tonini.
Tore: 9. Pepperday 1:0. 20. Baillargeault 2:0. 38. Baillargeault 3:0. 61. Jakupov 3:1. 77. Baillargeault 4:1. 81. Soto 5:1.
Höngg: Blank; Rutz, Stutz, Dragusin, Riso; Nardo (70. Georgis), Stojanovic, Forny, Derungs (77. Soto), Pepperday (57. Infante), Baillargeault.
Tuggen: Fellmann; Herlea, Todzi, Gutierrez, Badalli (34. Junuzi), Marjanovic (65. Murtizi), Renna, D’Acunto
(80. Schiendorfer), Stadler; Jakupov, Ugljesic.
Bemerkungen: Höngg ohne Gubler, Novo, Negrinelli, Hussein, Toscan (alle verletzt) Novo (nicht im Kader) Tuggen ohne Uzelac (verletzt) Morina, Avdyli, Tinner (alle gesperrt) Santana (Krank). – Verwarnungen: 31. Pepperday (Unsportlichkeit). 62. Renna (Foul). 83. Junuzi (Unsportlichkeit). 83. Georgis (Unsportlichkeit). – Platzverweis: 41. Gutierrez (Tätlichkeit).

Erste Mannschaft

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Der FC Tuggen teilt hiermit mit, dass man sich wegen der resultatmässig schlechten Vorrunde per sofort von Trainer Danijel Borilovic und folglich auch von Assistent Costa Vettas trennt. Die sportlichen Leistungen haben leider nicht den Erwartungen entsprochen. Wir danken Dani und Costa für ihren Einsatz und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute und viel Glück.

Vorstand FC Tuggen

Mit Kampf aus dem Tief

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Bereits im Sommer duellierten sich die Tuggner mit den Stadtzürchern. Im Bild: Davide D'Acunto. (Bild: Carlo Stuppia)

 

Mit dem letzten Pflichtspiel des Jahres kann der FC Tuggen die Weichen für die Rückrunde stellen. Kann er sich nach oben und nach unten orientieren? 


von Tobias Akermann

Das Jahr wird beendet, wie die Saison begonnen hat. Da mit der letzten Partie im Spätherbst bereits
die Rückrunde startet, kommt wie beim Saisonauftakt zum Duell zwischen Absteiger Tuggen und Aufsteiger Höngg. Für den FCT bietet sich die Gelegenheit, mit einem Sieg den Abstand zur Spitze zu verkürzen und sich für die Rückrunde in eine komfortablere Lage zu versetzen. Zum zweitplatzierten Gossau klafft bereits eine Lücke von acht Punkten, auf einen Abstiegsplatz sind es nur fünf Zähler Reserve.
Damals, im ersten Spiel der Saison, kamen die Märchler zu Hause gegen den SV Höngg nicht über ein 0:0 hinaus. Dieses Unentschieden zeigte sogleich auf, dass es eine Liga tiefer keinen Selbstläufer werden wird. Und dies wurde im weiteren Saisonverlauf
bestätigt. Zwar reihte Tuggen danach zwei Siege aneinander und schien in der neuen Liga angekommen zu sein. Die erste Niederlage folgte jedoch rasch. Die Niederlage gegen Aufstiegsaspirant Gossau war auch der Start in eine negative Heimserie. Denn seither blieb Tuggen vor eigenem Anhang ohne einen einzigen Sieg. Immerhin war Tuggen auswärts erfolgreicher.

Zeichen gegen den Negativtrend

Alles andere als einen goldenen Herbst erlebte die Mannschaft von Danijel Borilovic im Oktober. Der Spitzenplatz war nach drei Pleiten in Serie weg, Tuggen geriet in ein Formtief und rutschte in der Tabelle bis auf Rang zehn ab. Die anfänglich noch stilsichere Abwehr begann zu bröckeln, und im Angriff ging die Leichtfüssigkeit etwas verloren. Abschlüsse wurde plötzlich zu wenig konsequent gesucht.
Weil die Gruppe 3 der 1. Liga sehr ausgeglichen ist und es jedes Wochenende Überraschungen gibt, fiel der Absturz aber nicht so hart ins Gewicht. Mit einer soliden Rückrunde kann Tuggen immer noch auf einen Spitzenplatz vordringen. Ein Zeichen gegen den Negativtrend setzte die Borilovic-Elf am letzten Spieltag bei Thalwil. Kämpferische Tuggner waren sichtlich gewillt, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Sie zeigten auch spielerisch -gute Momente und verdienten sich so einen Punkt.
Nun gilt es aber, an die Leistung anzuknüpfen und denselben Kampfgeist wie gegen Thalwil an den Tag zu legen. Das ist auch nötig. Will der ambitionierte FC Tuggen Ende Saison um den Aufstieg spielen, darf er sich nicht mehr viele Ausrutscher erlauben.

Höngg – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, Hönggerberg (Kunstrasen)

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