KADER 1. MANNSCHAFT

SPIELPLAN

«Nicht lange hadern» ist die Haltung von Tuggens Trainer Adrian Allenspach. Den verpassten Aufstiegsspielen sowie einem allfälligen Aufstieg will man nicht nachtrauern, sondern mit Mut in die Zukunft blicken.

von Stefan Horisberger, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

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Die fünf neuen im Tuggner Kader (v.l.n.r): Marco Fässler, Nemanja Petrovic, Luis Gutierrez, Michael Bärtsch und Jordi Manuel.


Nach regulärem Spielplan hätte Tuggen die Meisterschaft zum jetzigen Zeitpunkt bereits beendet, wahrscheinlich stünde seit kurzem auch der Aufsteiger in die Promotion League fest. Allerdings war die Situation am Dienstagabend eine gänzlich andere: Zum ersten Mal seit Monaten hatten die Spieler wieder einen Ball am Fuss. Riesig war dabei die Freude der Spieler, endlich wieder den Fussballhunger stillen zu können. Am Dienstag war es auf den Tag genau acht Jahre her, als Tuggen den Schweizermeister- Titel der ersten Liga abräumte und in die Promotion League aufstieg. «Eine schöne Erinnerung», so Coach Adrian Allenspach.

Auch in der jüngeren Vergangenheit hat Tuggen bewiesen, dass man es noch immer kann: Die Herbstrunde wurde deutlich auf dem ersten Rang abgeschlossen, die Chance auf die Aufstiegsspiele war mehr als real, bevor die Saison abgebrochen wurde. Mit der verpassten Möglichkeit hadert man allerdings an der Linthstrasse nicht. «Ich studiere nicht zu viel. Es gibt immer Gewinner und Verlierer, und es ist für alle die gleiche Situation, auch wenn es schade ist, dass wir nicht von der guten Hinrunde profitieren konnten », so Allenspach. Frust habe er keinen, sondern freue sich stattdessen auf die neue Saison und das Wiedersehen mit dem Team, führt er weiter aus. Unter dem Strich hatte die Pause nicht nur Schlechtes, resümiert der Coach: «Es tat Einzelnen sicher auch gut, etwas Abstand zu gewinnen und neue Energie zu tanken. Die einen sind Familienväter, die die Zeit mit dem Nachwuchs geniessen konnten. Und man schätzt die Trainings und das Zusammensein jetzt umso mehr.»

Prominenter Zugang

Nebst dem ersten Training der Mannschaft nach der Zwangspause war es für die fünf Transfers auch das erste Training beim FC Tuggen. Der wohl prominenteste unter ihnen: Michael Bärtsch vom USV Eschen-Mauren. Der Stürmer erzielte in der Saison 2018/2019 die meisten Tore (24) und führte bis zum Saisonabbruch in diesem Jahr die Torschützenliste erneut an. Angesprochen auf das erste Training, zeigt er sich erfreut: «Wir haben schon ordentlich Gas gegeben und bereits viel Technisches gemacht. Es tut einfach gut, nach zwei Monaten wieder einen Ball am Fuss zu haben.» Auf die Frage, ob die hohen Erwartungen an ihn auch Druck verursachten, reagiert er gelassen: «Es ist eine neue Herausforderung, die ich gerne annehme. Ich bin schon 29, darum darf für mich die Freude am Spiel im Vordergrund stehen. Ich werde aber auch in Tuggen alles dafür geben, um meine Tore zu erzielen.» Weiter nennt er ein Ereignis, das in seiner persönlichen Laufbahn noch fehlt: «Aufzusteigen wäre natürlich eine grosse Sache für mich. Das habe ich bisher noch nie erlebt.» Obwohl er seine Schuhe zuletzt sieben Jahre lang für Eschen-Mauren schnürte, kennt er die Märchler bereits gut: «Tuggen hatte schon immer ein gutes Kader. Ich habe immer sehr gerne gegen sie gespielt, weil man gegen gute Gegner immer extra motiviert ist.» Zum Schluss äusserte sich der Neo-Tuggner auch noch zur Saisonvorbereitung, die heuer unter etwas speziellen Umständen stattfinden muss: «Die Trainings im Juni sind gut, weil wir uns so kennenlernen können. Wenn es dann richtig intensiv wird, müssen wir schnell zusammenwachsen und uns finden. Es ist nicht einfach mit neuen Spielern und neuen Charakteren, aber da bin ich zuversichtlich. Zuletzt muss immer Raum für Freude und Spass am Fussball sein.» Die Freude über die Rückkehr auf den Rasen war den Spielern im ersten Training definitiv schon anzumerken. Und dass das Trainerduo Allenspach/Löffel bis Saisonbeginn eine schlagkräftige Mannschaft formen kann,hat es bereits bewiesen. Und schon heute freut sich das Umfeld mit der Mannschaft auf den Meisterschaftsstart Mitte August.

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