«Waren dem 1:1 näher»

Mit diesem Gegentor endete auch die beste Phase der Tuggner, die sich nach einem frühen Rückstand – Colocci hatte in der 24. Minute getroffen – nochmals aufgerafft hatten. «Wir waren dem 1:1 deutlich näher als Juventus dem zweiten Treffer», sagte FCT-Trainer Bruno Berner nach der Partie. Doch einmal mehr vermochten die Märchler die sich bietenden Chancen nicht zu nutzen, und so wiederholte Berner, der nach dieser Saison durch Danijel Borilovic ersetzt wird, eine Aussage vom Vorwochenende: «In den beiden Strafräumen sind wir einfach nicht gut genug.»
So war es denn irgendwie auch symp-tomatisch für die verknorzte Saison des FC Tuggen, dass nur wenige Sekunden nach dem 0:2 das 0:3 (durch Causi) und elf Minuten später gar noch das 0:4 (Balu Ndoy traf per Kopf) folgte.

Zu viele Punkte liegen gelassen

Letztlich war es allerdings nicht die 16. Saisonniederlage, die zum erst zweiten Abstieg in der Vereins-geschichte des FC Tuggen, der 1995 nach einem Jahr in der Nationalliga B wieder relegiert wurde, geführt hat. Denn einerseits sicherte sich der direkte Konkurrent Old Boys in der zweitletzten Runde mit einem 5:1 gegen Bavois den Ligaerhalt aus eigener Kraft, andererseits liessen die Tuggner in der Saison, die am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen Zürich United zu Ende geht, gegen die anderen Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel schlichtweg zu viele Punkte liegen. Daran vermochte auch der im vergangenen November vollzogene Trainerwechsel von Adrian Allenspach zu Bruno Berner nichts ändern. Nach einem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend kehrte Tuggen zuletzt ins alte Fahrwasser zurück. Als zu schwach präsentierte sich letztlich das noch von Allenspach zusammengestellte Kader für diese anspruchsvolle Liga an der Schnittstelle zwischen dem Profi- und dem Amateurfussball.
«Nun gilt es, in der 1. Liga Classic einen Neustart zu machen», blickte ein sichtlich enttäuschter Dario Stadler nach der Niederlage gegen YF Juventus in die Zukunft. Der Ostschweizer Mittelfeldspieler, der in den letzten Partien mit seiner kämpferischen Art und einer enormen Laufbereitschaft aus dem Kollektiv herausgestochen hat und der Tuggen erhalten bleibt, verkörpert exakt die Tugenden, die jetzt gefragt sind. Denn auch die 1. Liga wird für die Märchler kein Selbstläufer.

YF Juventus – Tuggen 4:0 (1:0)
Juchhof 1, Zürich. 150 Zuschauer. – SR: Brunner, Bürgi/Hermann.
Tore: 24. Colocci 1:0. 61. Colocci 2:0. 63. Causi 3:0.
72. Ndoy 4:0.
YF Juventus: Djukic; Bristot, Zuffi, Manca, Uzelac; Teichmann (69. Morelli), Sinanovic (85. Loosli), Keranovic, Causi
(75. Nikmengjaj); Ndoy; Colocci.
Tuggen: Fellmann; Istrefi (77. Todzi), Peters, Schiendorfer; Murtisi, Stadler, D’Acunto, Romero, Kuhn (75. Stevic); Shala, Santana.
Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Piperno, Tinner,
Al Obadi, Doda, Senn, Herlea (alle verletzt), Cabanas (gesperrt), Horg (abwesend). – Verwarnungen: 17. Manca (Foul).
54. Istrefi und Sinanovic (Unsportlichkeit).

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3:3
 
22' Jakupov (P) 1:0
25' Morina (P) 2:0
44'  Feldmann (P) 2:1
58' Pizzi 2:2
73' Budimir 2:3
90+4' Farkas 3:3

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