Ausgerechnet Jonas Elmer, aufgewachsen am Zürichsee in Stäfa, zur Zeit mehr Ergänzungs- als Stammspieler beim FC Sion, liess seine Spielerbank, seinen Trainer wie auch seinen Präsidenten aufatmen. Lange, sehr lange sah es so aus, dass der letzte Vertreter der 1. Liga gute Chancen hat, eine Cupsensation zu schaffen. Dies ausgerechnet gegen die Schweizer Cupmannschaft par excellence. Zwar hatte die erste Halbzeit den Verlauf genommen, den man erwarten hatte dürfen. Sion übernahm schnell einmal das Spieldiktat. Die Tuggner schienen zu zögerlich und zu ängstlich in die Partie zu starten. Die Walliser spielten ruhig, unaufgeregt. Als der auffällige und beste Sittener Spieler Abdoul Karim Yoda nach knapp 20 Minuten den ersten Treffer der Partie erzielen konnte, schien die Logik ihren Weg zu gehen. Die Tuggner sahen zwar fürs Auge nicht schlecht aus, konnten aber gegen vorne keine offensiven Akzente setzen. Der Oberklassige beschränkte sich darauf, das Geschehen zu kontrollieren. Tuggens Torwart Arian Bernet musste noch zweimal eingreifen. Bei beiden Duellen mit der Walliser Offensive blieb er mit seinen Füssen Sieger.

Tuggens Trainer Adrian Allenspach schien in der Garderobe die richtigen Worte gefunden zu haben. Auch Daniel Senn schien zu merken, dass an diese Tag etwas drinliegen würde. «Sobald wir zu Möglichkeiten kommen, erwacht das Publikum», meinten beide. Und genau so geschah es. Nach knapp einer Stunde kamen die ersten «Hopp Tugge» Rufe von der Tribüne. Vorausgegangen waren zwei schöne Angriffe über die linke Seite und ein Pfostenschuss von Senn aus über 20 Metern Distanz. «An solchen Tagen braucht man halt einfach auch das nötige Glück und das haben wir heute nicht gehabt», so Tuggens Präsident Erich Güntensperger. Diese Aktionen waren der Startschuss für ein wahres Tuggner Offensivspektakel. Der 1. Ligist dominierte den Gast aus Sion. Keine Spur von zwei Ligen Unterschied! Die Gesten von Sions Trainer Laurent Rousset wurden immer hektischer, auch Christian Constantin stand nun neben der Ersatzbank und gestikulierte. Dann kam der grosse Moment von Senn. Im Stürzen hob er den Ball ins Walliser Lattenkreuz, sehenswert und hochverdient obendrein.

Die Reaktion der Sittener blieb praktisch aus, die Walliser konnten den Hebel nicht mehr wirklich herumdrehen und mussten Mal für Mal den Ball vor dem eigenen Tor wegdreschen. Trotzdem wurde der generöse Einsatz der Tuggner nicht belohnt. Mit dem einzigen Mal, wo der Oberklassige in den zweiten 45 Minuten vor den Tuggner Tor auftauchen sollte, konnte Jonas Elmer mittels eines direkt verwandelten Freistosses das Cupschicksal der Walliser wieder ins rechte Licht rücken. Was blieb war einzig die Erinnerung an ein Fussballfest in Tuggen mit einer anschliessend langen Nacht im gut besuchten Festzelt.
Fussball Cup 1/8-Final: Tuggen – Sion 1:2 (0:1)
Linthstrasse. 2250 Zuschauer. SR: Klossner. Tore: 22. Yoda 0:1, 69. Senn 1:1, 81. Elmer 1:2.
Tuggen: Bernet; Joller (86. Schmid), Peters, Gugelmann, Hoxhaj; Doda (46. Santana), Wiget (90. Huber), Huber, Ahmetaj; Senn, Zverotic
Sion: Fickentscher; Sauthier, Vanczak, Bühler (46. Crettenand), Elmer; Rodrigo, Serey Dié, Sio (66. Micic), Yoda; Obradovic, Afonso.
Bemerkungen: Tuggen ohne Imhof (verletzt), Sion ohne Adailton (gesperrt), Dingsdag, Zambrella und Mrdja (verletzt); Verwarnungen: 14. Hoxhaj (Foul), 54. Elmer (Foul), 62. Peters (Reklamieren), 84. Gugelmann (Foul). 52. Pfostenschuss Senn (Tuggen), 59. Tuggens Trainer Allenspach wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen.
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st gallen vs. tuggen

3:3
 
10' Jakup Jakupov (P)
17' Musah Nuhu
25' Patrick Sutter 
31' Patrick Sutter (P)
34' Jakup Jakupov
55' Genc Krasniqi (P)
 

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