Eine lange und intensive, vor allem aber eine sehr erfolgreiche Saison, ging am Samstag zu Ende. Mit dem 1. Liga-Schweizer-Meister-Titel krönten die Spieler ihre Leistung während dieser Spielzeit. Wer aber sind diese Jungs genau? Trainer Adrian Allenspach gab Auskunft und verriet die eine oder andere interessante Sache über seine Meisterspieler.![]()
Alle feierten lang und ausgiebig, Captain Dani Joller mit dem Meisterpokal. (Foto Feldmann)
Torhüter
Adrian Bernet, #1: Es gibt bestimmt technisch elegantere Torhüter in dieser Liga, auch solche die grösser gewachsen sind und auch solche mit weiterem Auswürfen. Aber wohl kaum ein Keeper hat der Mannschaft dermassen viele Punkte gewonnen wie Bernet. Der Lehrer aus dem Toggenburg glänzte in der Rückrunde mit mehreren Big-Saves in den entscheidenden Spielen. Auch mit 34 Jahren immer noch extrem ehrgeizig und ein Vorbild an Einsatz im Training.
Fabian Gafner, #30: Wird in der kommenden Saison der dienstälteste Spieler im Kader sein. Hat sich im Laufe seiner Zeit bei Tuggen enorm gesteigert und ist ein zuverlässiger Ersatz, dies zeigte er auch neulich in Muri. Mittlerweile nimmt er seine Rolle im Sinne des Teamgedankens sehr gut ein.
Verteidigung
Sandro Gugelmann, #2: Polivalent einsetzbar im Defensivbereich und daher sehr dankbar für einen Trainer. Der Banker hat immer guten Einsatz im Training und ist ein sehr wichtiger Teamplayer. In der neuen Saison übernimmt er von Moritz Schmid das Amt des Mannschaftskassier und hofft insgeheim auch, dass er nun Liebling von Wäschefrau Fränzi wird.
Antonio Piperno, #3: Seit nunmehr 18 Monaten wegen einer langwierigen Sehnenverletzung am Fuss verletzt. Die Anzahl der eingetragenen Massagen ist bei ihm aber nach wie vor extrem hoch. Einzig der Tablettenverbrauch ist ein bisschen zurückgegangen. Guter Typ für die Mannschaft und vor allem gefundenes Opfer für manche Spässe und Sprüche, vor allem wegen seinem Styling. Er solllte auf die neue Saison wieder einsatzfähig sein.
Moritz Schmid, #5: Schade, dass er mit 28 Jahren wirklich schon zurücktritt. Er war im Frühling ein sehr starker Rückhalt für das Team und würdiger Vize-Captain. Hervorragender Einsatz während der ganzen fünf Jahre beim FCT. Zuverlässig, loyal und ehrlich, solche Typen gibt es leider nicht mehr allzu viele.
Besmir Kica, #6: Kam auf die Rückrunde von St. Gallen U21 und hatte es schwer sich gegen die gute Konkurrenz auf der Position des Aussenverteidigers durchzusetzen. Umso höher ist seine gute Einstellung und positive Art zu werten. Er wird den Verein Richtung Gossau verlassen um hoffentlich mehr Spielpraxis holen zu können.
Daniel Joller, #8: Unser Captain hatte vor allem Angst den richtigen Moment für den Absprung zu verpassen. Mit Leistungen wie in dieser Saison, hätte er locker noch eine Saison bei uns anhängen können. Sein Spielaufbau, seine Zuverlässigkeit und natürlich auch die Erfahrung werden es seinen Nachfolgern nicht allzu einfach machen, dass man ihm nicht nachtrauert. In seiner ruhigen Art war er ein Leader, welcher mit Leistung und guter Einstellung immer vorausmarschierte. Sein neuer Verein Wettswil-Bonstetten wird Freude haben.
Patrick Peters, #13: Die deutsche Eiche wird auch in der nächsten Saison den gegnerischen Stürmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sein defensives Kopfballspiel und die Zweikampfstärke sind sicherlich etwas vom Besten was man in dieser Liga zu sehen bekommt. Mit seiner Art wie er den Fussball l(i)ebt, ist er natürlich ein Gewinn für jede Mannschaft. Zum Glück ist nun Saisonschluss, somit kann er nach der gewonnenen Wette gegen Piperno endlich wieder mal zum Coiffeur.
Pleurat Hoxhaj, #19: Er spielte eine solide Saison. Bei ihm ist die Gefahr zur Überheblichkeit schneller da als bei anderen Spielern. Technisch sehr versiert, manchmal sogar fast zirkusreife Zaubereien. Wahrscheinlich hat er das Erbe von Bushaj zu fest angenommen. Macht auch auf der Tanzfläche eine gute Figur.
Mittelfeld:
Volkan Aydin, #7: Er steigerte sich in der Rückrunde enorm. Dabei konnte er auch einige Einsätze als Verteidiger machen und spielte dies überraschend gut. Als Typ in der Mannschaft sehr beliebt, da er ausgeglichen ist und den Teamgedanken lebt. Einzig bei seiner Frisur scheiden sich die Geister innerhalb des Teams.
Javier Santana, #9: Hatte nach seiner überragenden letzten Saison lange Zeit Mühe in die Gänge zu kommen. Steigerte sicher dann aber doch noch und wusste bei den Big Games gegen die Spitzenmannschaften auch im Zentrum des Mittelfelds zu gefallen. Javi ist ein launischer Spieler, bei welchem man auch schon mal ein Auge zudrücken musst, was dann und wann auch zu Schwierigkeiten führen kann.
Marco Wiget, #14: Kam kurz vor Saisonstart noch in den Kader. Von den Anlagen her ein sehr starker Spieler. Er muss noch lernen mental stärker zu werden, damit er seine zweifelsohne grossen Fähigkeiten noch besser ausspielen kann. Fürs Team ist Wigi aber jederzeit ein Gewinn. Dort wo er ist, ist es bestimmt nie langweilig. Leider wird er sein Studium in Bern fortsetzen und sich deshalb auch in der Bundeshauptstadt einem Verein anschliessen.
Lukas Huber, #16: Unser Aggressivleader (11 gelbe Karten!) kann tüchtig zulangen. Seine berühmt berüchtigten Grätschen bekamen einige Spieler auch in den Trainings zu spüren. Neben dem Platz ein ganz anständiger und angenehmer Zeitgenosse. Es wird wohl nie einen Trainer geben, der irgendwann etwas schlechtes über ihn erzählen kann.
Valon Ahmetaj, #17: Seine stehenden Bälle sind in dieser Liga ebenfalls etwas vom Besten. Valon hat vielfach bei entscheidenden Sachen seinen sehr guten linken Fuss im Spiel. Auf diese Saison hin von Rapperswil zu uns gewechselt, spielte er eine gute Saison. Neben dem Platz ist der Bankangestellte ein ruhiger Zeitgenosse, der gut zu seiner Familie schaut.
Jonas Moser, #18: Wenn irgendein Streich innerhalb der Mannschaft passiert, ist der Schaffhauser selten unschuldig. Kaum einer würde es ihm zutrauen, aber Jonas hat es faustdick hinter den Ohren. Der „Messi für arme Leute“ ist einer der besten Transfers, welcher der FCT in den letzten Jahren tätigen konnte. Ruhig, bescheiden, laufstark, zuverlässig sind Attribute, welche auf ihn zugeschnitten sind.
Walter Bürkli, #21: Er kam im Sommer nach einer langen Verletzungspause von Chur 97 zu uns. Dank seiner trockenen Sprüche überrascht er die Mannschaft ab und zu auch abseits des Platzes. Anscheinend kommt der Bündner auch bei der Damenwelt nicht schlecht davon... Hat sich in der Rückrunde enorm gesteigert und ist dank seiner vorbildlichen Einstellung in der Mannschaft enorm beliebt.
Sturm
Anes Zverotic, #10: Er macht seine mangelnde Schnelligkeit mit seinem grossen Einsatz weg, dazu kommt, dass es keinen Stürmer in dieser Liga gibt, welcher den Ball auch nur annähernd so gut abdeckt wie er. Problemloser und zuverlässiger Spieler, welcher in Tuggen während der letzten vier Jahre 68 Meisterschaftstore schoss. Solche Zahlen sprechen für sich! Schade, dass er zu Brühl wechselt.
Daniel Senn, #11: Im Gespräch mit den gegnerischen Trainern merkt man immer wieder, wie gross deren Respekt vor Senn ist. Der diesjährige Assistkönig ist auf dem Platz immer für entscheidende Dinge gut, seine Schnelligkeit und Unberechenbarkeit sind grosse Trümpfe. Dani ist in den drei Jahren beim FCT als Mensch enorm gereift. Auch im Verein sehr gut angesehen, nicht zuletzt daher, da er Montags auch noch die E-Junioren trainiert.
Ivan Di Martino, #20: Kam auf die Rückrunde von Dübendorf nach Tuggen. Hatte in der Vorbereitung gute Phasen, welche er in der Meisterschaft aber noch nicht ganz umsetzen konnte. Den grössten Sprung vorwärts kann er noch im mentalen Bereich machen. Wenn er sich mental auch noch steigern kann, wird er einem Stammplatz einiges näher kommen.
Vilson Doda, #22: Auf (und ab und zu auch neben) dem Platz unberechenbar und immer wieder für Überraschungen gut. Sehr guter Dribbler und im Offensivbereich auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Wegen gewissen Problemen in der Wintervorbereitung kam er in der Rückrunde erst spät in Schuss, dafür dann umso mehr und glänzte auch im defensiven Verhalten. Sollte beim Rauchen einer Meisterzigarre das nächste Mal ein bisschen zurückhaltender sein... (hc)
| < Zurück | Weiter > |
|---|







