Das erwartet schwere Spiel mit 3 Punkten belohnt
von Daniel Horisberger
Auswärtsspiele in Baden haben noch nie zu den einfachen Aufgaben gehört, wie auch die Tuggner aus der Vergangenheit wissen. Die Aargauer, welche sich nach mehreren sportlich schwierigen Jahren wieder gefangen haben und zwischenzeitlich in Richtung Spitzengruppe schielten, kommen aber nicht richtig aus dem Mittelfeld der Tabelle heraus. Dennoch zeigte sich schnell, dass sich die beiden Mannschaften nichts schenken würden. Die Partie startete intensiv und mit vielen harten Zweikämpfen – jeder wollte sein Revier abstecken. Die Previtali-Elf war es derweil, die den Ball mehr in den eigenen Reihen halten und das Spiel aufziehen konnte. Beide Mannschaften kamen immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, die beiden Offensivabteilungen blieben aber über weite Strecken zu wenig zwingend. Tuggens grösste Chance vergab Fernando Rodrigues alleine vor Baden Altermatt im Tor. Das Heimteam hingegen kam mit einem Freistoss aus ca. 20 Metern dem Führungstreffer am nächsten. Bis zur Halbzeitpause blieb es aber beim gerechten 0:0. Nach 57 Minuten war so weit: Anschliessend an einen Eckball Tuggens kam Nando Rüegg gleich zweimal zum Abschluss. Während Badens Mathias Altermatt den ersten Versuch noch parieren konnte, flog der zweite Ball aus spitzem Winkel ins Netz. Die Führung Tuggens war unter dem Strich nicht unverdient, denn man hatte etwas mehr fürs Spiel gemacht. Die grossen zwingenden Chancen wurden allerdings weiterhin auf beiden Seiten vermisst. Während Tuggen zwischenzeitlich in den Verwaltungsmodus verfiel, roch Baden in den Schlussminuten nochmals eine Chance auf den Ausgleich. Und tatsächlich stand man in der 82. Minute zu weit vom Gegner weg: Andrin Ulla konnte einen Ball in die Tiefe annehmen, wurde zu wenig konsequent gestört und überlupfte Colin Hegner im Tor zum Ausgleich. Auch der Ausgleichstreffer Badens war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient – man hatte den richtigen Moment abgewartet und sich eiskalt gezeigt. Gleichzeitig schien Tuggen vom Gegentreffer wieder aufgeweckt worden zu sein. In der 85. Minute war es nämlich Nathan Tayey, der mit einem Energieanfall auf der linken Seite allen davonlief und in der Mitte Haxhi Shala herrlich bediente. Letzterer liess sich nicht zweimal bitten und schloss unhaltbar zum neuerlichen Führungstreffer ab. Bis zum Schlusspfiff änderte sich am Resultat nichts mehr.
Schliesslich war es die Qualität der einzelnen Spieler, die an diesem tristen Samstag den Unterschied ausgemacht hatte und Tuggen zu drei Punkten verhalf. «Es war nicht unser bestes Spiel. Der Gegner hat gut gespielt. Unser Ziel war klar, einen Sieg zu holen und den Verbleib auf den Spitzenplätzen zu sichern», so Assistenztrainer Javier Santana nach der Partie. Dieses Ziel hat man mit dem Mini-Sieg erreicht – und eine weitere Entwicklung sorgt laut Santana für Zuversicht: «Defensiv haben wir nicht viel zugelassen und solidarisch verteidigt. Das hatten wir uns fest vorgenommen, nachdem wir zuletzt 9 Tore in zwei Spielen kassiert haben». Tatsächlich hat Tuggen in der Defensive am Samstag grossmehrheitlich überzeugen können. Damit sind die Weichen gestellt würd die nächste Partie am kommenden Donnerstag, wenn zu Hause der SV Schaffhausen empfangen wird.
Telegramm:
Baden – Tuggen 1:2 (0:0)
Stadion ESP, 250 Zuschauer, SR: Mervan Ljamalari
Tore: 57. Rüegg N. 0:1, 82. Ulli 1:1, 85. Shala 1:2.
Baden: Altermatt; Kunz (88. Romano), Fazlic, Kalt, Muff; Huruglica, Rhein (78. Zivkovic), Brack; Benelmir (67. Ulli), Giampa (78. Rhein) , Barletta.
Tuggen: Hegner; Antoniazzi, Osmani (61. Erbinel), Rüegg J., Keller; Quintas (70. Shala), Ismaili, Rüegg N.; Morina, Rodrigues (88. Meier), Tayey.
Bemerkung: Baden ohne Zeric, Popov, Hunn, Capone, Oussadit, Mbengi, Kolua, Bertelle und Isufi. Tuggen ohne Bonthuis, Kräuchi, Vasic und Herlea.
Verwarnungen: 33. Antoniazzi (Foul), 39. Keller (Foul), 66. Ismaili (Foul).