Das Hinspiel der Quali findet in Langenthal statt
von Daniel Horisberger
Es ist der Höhepunkt einer Saison, wenn man zum Schluss noch um den Aufstieg in eine höhere Liga mitspielen darf. Das wird wohl jeder Fussballer unterschreiben. Für Tuggen steht am Mittwoch Abend das erste von mindestens zwei, maximal aber vier solcher Spiele an. Auswärts trifft die Previtali-Elf im ersten Aufstiegsspiel auf den FC Langenthal. Mit 58 Punkten hat auch Langenthal die Saison auf dem zweiten Platz seiner Meisterschaftsgruppe beendet. Es ist deshalb müssig, über eine Favoritenrolle zu diskutieren. Viel eher darf auf ein Spiel auf höchstem Niveau mit offenem Ausgang gehofft werden. Auch wenn man mit der Qualifikation für die Playoffs das Saisonziel erreicht hat, gilt es gegen die Berner, alles zu geben. Während Letztere die Aufstiegsspiele schon einige Zeit zuvor sichern konnten, ging es für Tuggen bis zur letzten Minute um alles.
Ein echter Vor- oder Nachteil will Trainer Ivan Previtali darin aber nicht sehen: «Die Aufstiegsspiele sind Motivation genug. Es ist natürlich anders, wenn es lange um nichts mehr geht und man sich auf die Aufstiegsspiele hin wieder neu motivieren muss.» Gleichzeitig sei man vielleicht physisch im Nachteil, wenn man bis am Schluss alles geben muss. «Über zwei Spiele kann die Energie den Unterschied machen», so Previtali. Deutlich herauszuhören ist nicht nur die Spannung auf das Saisonfinale, sondern anlässlich der offiziellen Verabschiedung am letzten Samstag auch die Freude des Trainers über die zwei zusätzlichen Spiele, welche er an Tuggens Seitenlinie erleben kann. «Es macht Spass und Freude, mittlerweile sind auch meine Kinder im Tuggen-Leibchen da. Es ist für mich eine wunderbare Geschichte, so verabschiedet zu werden.» Perfekt würde die Geschichte, wenn man sie auch in sportlicher Hinsicht noch etwas weiterschreiben könnte.