Der FC Widnau ist zu Gast an der Linthstrasse

von Daniel Horisberger (Kommentare: 0)

Ins Heimspiel gegen den FC Widnau geht Tuggen als deutlicher Favorit.  Die St. Galler bilden gemeinsam mit dem SV Schaffhausen das Schlusslicht der Tabelle. Allerdings steht für die Gäste am Samstag viel auf dem Spiel: Bei zwei Punkten Rückstand auf den SV Höngg, welches aktuell den 14., rettenden Platz belegt, bietet jedes Wochenende die Möglichkeit, die rote Laterne abzugeben. Gleichzeitig muss Tuggen siegen, wenn man an Wettswil-Bonstetten dranbleiben und Taverne nicht verbeiziehen lassen will. Für beide Teams gilt deshalb: Verlieren verboten. Dass Widnau aber nicht unterschätzt werden darf, hat man im letzten Oktober bewiesen, als man zu Hause gegen Tuggen einen 3:1-Rückstand aufholte und am Schluss, auch mit Pech, noch 4:3 verlor. Nachdem man nun bereits im Schlussspurt der Meisterschaft ist, sind die Machtverhältnisse dennoch zumindest statistisch klar. Die Favoritenrolle kann Tuggen nicht nur zugeschrieben werden, weil es mit beinahe dreimal so viel Punkten wie der Gegner um die Aufstiegsplayoffs kämpft, sondern vor allem, weil es sich in den Spielen gegen Freienbach und Collina d’Oro rehabilitieren konnte. Die davor erlittenen empfindlichen Niederlagen scheinen ein Stück weit vergessen. Die grosse Veränderung in der Mannschaft fand offensichtlich in der Defensive statt.

Zum ersten Mal seit Februar blieb Tuggen am vergangenen Samstag wieder ohne Gegentor, erhielt auch im Derby gegen Freienbach nur eines an der Zahl. Die von Trainer Ivan Previtali geforderte defensive Stabilisierung hat also stattgefunden. Und nicht nur das: Wer das Spiel gegen Collina d’Oro verfolgt hat, konnte ein wiedergewonnenes Selbstverständnis erkennen. Auch Spiele, in denen man nicht unendlich überzeugend auftritt, werden gewonnen, und zwar so, dass man in keinem Moment Zweifel darüber aufkommen lässt. Die kleinen Sachen werden wieder richtig gemacht, die Körpersprache ist eine andere. Mit dem Tuggen, das seit Ende März 17 Gegentore erhalten hat, hatten die jüngsten Auftritte scheinbar nicht mehr viel zu tun. Zur erforderlichen Konstanz gehört es aber, diese Leistung über mehr als zwei Spiele und gerade auch gegen Mannschaften abzurufen, die als vermeintliche Aussenseiter ins Rennen gehen. Feststeht, dass Tuggen den Tritt wieder gefunden hat, und dies nicht zu früh. Bei Punktegleichheit mit Wettswil-Bonstetten auf Platz zwei und Taverne lauernd auf Platz vier kann es jeder Fehltritt sein, der am Schluss der eine zu viel sein wird.

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