Eine Viertelstunde reicht.......
von Daniel Horisberger
Trotz der späteren Anspielzeit startet der FC Tuggen bei warmen Temperaturen in die neue Meisterschaft 26/27. Nach den vielen Abgängen und Zuzügen war die Spannung gross, die Vorbereitungsspiele waren gut und man konnte in etwa erwarten in welche Richtung es geht. Bereits in der 3. Spielminute konnte Morina, angespielt durch einen schönen Pass von der Grundlinie retour auf den Elfmeterpunkt, den Ball ins Tor einschieben. Sichtlich geschockt und etwas orientierungslos musste die Defensive des FC Widnau eine Minute später einen weiteren Treffer hinnehmen. In der 4. Minute schlenzte Tayey, nach Vorlage von N. Rüegg, den Ball wunderschön ins Tor. Und so ging es weiter, Angriff um Angriff rollte auf den Gegner zu. In der 12. Minute kam Neo-Stürmer Hasanbegovic an der Strafraumgrenze frei zum Schuss und markierte mit einem straffen Knaller das 3:0. Als nach 22 Minuten der Schiedsrichter zur Trinkpause pfiff fragte man sich, geht das so weiter? Das Tempo ist hoch, die Temperaturen waren es jedoch auch und so kam es dann, dass das Heimteam einen Gang retour schaltete und so die restliche Dauer der 1. Halbzeit gut verwaltete. Daran änderte auch der 4-fach Wechsel des FC Widnau schon vor der Pause nichts mehr. Die 2. Halbzeit ist dann rasch erzählt, es passierte nicht mehr viel, zu gut war die Tuggner Abwehr organisiert. Erst in der 87. Spielminute schaffte es Widnau mit einem gefährlichen Schuss den Tuggner Goalie zu prüfen, der aber hielt souverän und somit sein Tor rein. Das Motto «Tuggen muss nicht mehr und Widnau will aber kann nicht» griff voll und so verstrichen die 45. Minuten.
Die Fragezeichen waren da und so stand Coach Polverino nach den Spiel Rede und Antwort: «Wir haben uns vorgenommen den FC Widnau von Anfang an schnell in Bedrängnis zu bringen, druckvoll zu spielen und Tore zu erzielen, das ist uns voll und ganz gelungen, generell waren wir mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Die Torchancen des FC Widnau blieben aus und das ist gut so.» Aber da ist ja eben noch die 2. Halbzeit, aber auch hier hat Polverino eine Antwort parat: «die zweiten 45 Minuten waren nicht schön anzuschauen, das ist uns absolut bewusst. Das Spiel ist aber so gelaufen wie wir es geplant haben, schnelle Tore und dann den Vorsprung mit einer guten Defensivleistung verwalten. Die Spieler haben genau das gemacht was der Trainer-Staff von ihnen erwartet hat.» Nach der Frage in wie weit der Cup-Knaller gegen den FCZ schon in den Köpfen ist meinte er: « Unser Fokus lag nur auf dem Spiel gegen den FC Widnau, der FC Z war überhaupt kein Thema. Ich werde mich ab Montag mit dem Gegner befassen, wir wollen den Cup einfach geniessen und ein tolles Spiel abliefern». Dem FC Tuggen steht nun eine englische Woche bevor, zuerst das Cupspiel gegen den FCZ, dann am Mittwoch das Nachtragsspiel gegen den FC Dietikon und am Samstag gehts nach Locarno. Bei diesen hohen Temperaturen sicher eine grosse Herausforderung.
Telegramm:
Tuggen – Widnau 3:0
Sportplatz Linthstrasse, 315 Zuschauer, SR Minder
Tore: 3. Morina 1:0, 4. Tayey 2 :0, 12. Hasanbegovic 3:0
FC Tuggen: Hegner; Keller, Osmani, J.Rüegg, Romano (59. Heini); N.Rüegg, Kriz (63. Ismaili), Shala (75. Jaggy); Tayey (75. Philips) , Hasanbegovic (59. Ramabaja), Morina
FC Widnau: Hetzel; Giovetti (63. Metzler), Neumann, D’Amico, De Man (42. Marino), Thönig; Györky, De Simeis (42. Canoski); Mihci (42. Cabezas), Shala, Ivanusa (42. Tüccar)
Tuggen ohne Jakupov, Antoniazzi, Alves, Erbinel und Hartmann
Verwarnungen: 45.+3. Romano (Foul), 89. D’Amico (Foul)