Finalissima gegen USV Eschen/Mauren
von Daniel Horisberger
Zum möglicherweise letzten Mal in der Saison 2025/2026 tritt Tuggen am Samstag an der Linthstrasse auf. Sollte man die Qualifikation für die Aufstiegsspiele verpassen, müsste man sich zum zweiten Mal hintereinander damit begnügen, dass die Meisterschaft bereits im Mai ihr Ende findet. Noch ist aber alles offen: Mit einem Punkt Rückstand auf Taverne und Wettswil-Bonstetten geht Tuggen als Vierter in den Kampf um die Playoff-Plätze, wobei sich aus den drei Ligagruppen die Ersten und Zweiten sowie die besseren zwei Drittplatzierten qualifizieren. Die Ligagruppe 3 ist punktemässig am besten unterwegs und unabhängig davon, wer Dritter wird, wird diese Mannschaft zu den besseren zwei drittplatzierten Teams gehören. In den eigenen Füssen hat Tuggen die Qualifikation aber trotzdem nicht mehr. Vorausgesetzt, die Previtali-Elf holt am Samstag drei Punkte gegen Eschen-Mauren, muss Taverne in Mendrisio oder Wettswil-Bonstetten in Dietikon Federn lassen, damit Tuggen mindestens einen der beiden überholen kann. Bei einem Unentschieden wäre Tuggen auf eine hohe Niederlage Tavernes angewiesen.
Eine besondere Note erhält die Ausgangslage aufgrund der anstehenden Wechsel in der sportlichen Führung: Bei einer Nichtqualifikation wird sich Trainer Ivan Previtali bereits am Samstag vom FC Tuggen verabschieden müssen. Kommende Saison steht er beim FC Baden an der Seitenlinie. Die Konzentration der Previtali-Elf dürfte derweil gänzlich beim Gegner vom Samstag liegen – der USV Eschen-Mauren gastiert an der Linthstrasse. Die Liechtensteiner konnten den Ligaerhalt bereits früh sichern und befinden sich im Dunstkreis des hinteren Mittelfelds, wenn sich auch an der Klassierung auf dem zwölften Platz nichts mehr ändern wird. Statistisch ist Tuggen damit deutlicher Favorit. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass die Elf aus dem Ländle den Märchlern ein Bein stellt – man denke an das Hinspiel im vergangenen November, als man Tuggen ein 3:3 abtrotzte und zeitweise auch führte.
Wie auch immer das Resultat am Samstagabend sein wird: Nach einer teils durchzogenen, unter dem Strich aber überzeugenden Saison, lädt der FC Tuggen auch dieses Jahr zum traditionellen Supporteranlass nach dem letzten Heimspiel. Dort darf, unabhängig vom Resultat, auf die jüngste Spielzeit angestossen werden. Mit einem Sieg könnte die Previtali-Elf die Feierlaune aber wohl noch etwas steigern.