Knappe Niederlage gegen FC Widnau

von Daniel Horisberger (Kommentare: 0)

Widnau reiste mit einer Niederlage und einem Unentschieden im Gepäck nach Tuggen. Die Märchler hingegen konnten sich im Derby sowie im Tessin gegen Collina d’Oro mit einem Sieg bestätigen. Somit war Widnau auf einen Sieg aus, während Tuggen seine Siegesserie fortsetzen wollte. Tuggen lag vor diesem Spiel mit 52 Punkten auf dem 3.Tabellenrang, punktgleich mit dem zweitplatzierten Wettswil-Bonstetten, und damit auf gutem Weg Richtung Aufstiegsspiele. Widnau befand sich mit 18 Punkten auf dem 15. Tabellenrang, also auf dem zweitletzten Platz, und war ebenfalls auf Punkte angewiesen, um den Ligaerhalt zu sichern.

Schock für die Märchler

Tuggen spielte in den ersten zehn Minuten praktisch ausschliesslich im Angriff. Bereits in der 2. Minute konnte sich der Tuggner Stürmer Rodrigues mit einem Schuss aufs Tor in Szene set-zen, der jedoch knapp am rechten Aussenpfosten vorbeiging. Nur drei Minuten später war es Ramabaja, der mit einem Sololauf in Richtung Tor für Gefahr sorgte. Doch schliesslich stand der Torhüter im Weg und parierte den Ball. Der Gast stellte zunächst keine grosse Gefahr im Tuggner Strafraum dar – bis zu einem Freistoss in Strafraumnähe in der 17. Minute. Dieser wurde jedoch schwach geschossen und stellte keine Bedrohung für das Heimteam dar. In der 25.Spielminute konnte Widnau von einem Fehler der Tuggner Abwehr profitieren und ging durch ein unglückliches Eigentor von Jose Meier in Führung. Für die Märchler war dies ein Schock: Nach dem Gegentor musste sich die Mannschaft erst wieder fin-den. Die Gäste machten nun mehr Druck und übernahmen zunehmend das Spielgeschehen. In der 34. Minute kam es zu einer kuriosen Szene: Der Widnauer Torhüter erhielt einen Rückpass und wollte den Ball mit einem weiten Abschlag schnell wieder ins Spiel bringen. Doch Tuggens Rodrigues stand direkt vor ihm, und der Ball prallte ihm an den Rücken. Von dort sprang er in Richtung Tor, verfehlte es jedoch knapp.

St. Gallen ging kaum Risiken ein

In der 40.Minute wurde es erneut gefährlich vor dem Tuggner Tor. Lirim Shala versuchte es mit einem Weitschuss, der nur knapp am linken Aussenpfosten vorbeiging. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte sich Widnau noch einen spannenden Freistoss erarbeiten, der jedoch ebenfalls am Tor vorbeiging. Die erste Halbzeit bot insgesamt wenig spektakuläre Szenen. Tuggen machte zu Beginn viel Druck, liess jedoch mit der Zeit nach, sodass sich Widnau als die stärkere Mannschaft präsentieren konnte. Die zweite Halbzeit begann mit denselben 22 Spielern wie zu Beginn des Spiels. Zunächst zeigte sich ein ähnliches Bild wie vor der Pause. In der 49. Minute setzte Rodrigues ein erstes Ausrufezeichen, als er sich durchkämpfte und mit einem Schuss den linken Aussenpfosten traf. Widnau machte zu Beginn der zweiten Halbzeit den besseren Eindruck als das Heimteam: Die Gäste agierten druckvoller und wirkten organisierter.

In der 66. Minute zeigte sich Tayey mit einem Dribbling von der linken Seite in Richtung Tor inklusive Abschluss, der jedoch erneut knapp über die Latte ging. Die Gäste aus dem Kanton St.Gallen spielten souverän und risikobewusst weiter. Sie gingen kaum Risiken ein und setzten nur gelegentlich gezielte Offensivaktionen. Leider musste der Tuggner Ismaili nach rund 20 Minuten in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt vom Feld. Da es zunächst keinen Spielunterbruch gab, spielte das Heimteam für mehrere Minuten in Unterzahl. Nach insgesamt sieben Minuten Nachspielzeit lässt sich festhalten, dass Widnau seine 1:0-Führung gut verteidigte und insgesamt mehr aus dem Spiel machte als die Märchler. Somit gingen drei wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt nach Widnau.

 

 

 

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