Schweizer Cup: Wollen uns nicht verstecken
von Daniel Horisberger
Der FC Tuggen ist perfekt in die Erstliga-Saison gestartet und hat das erste Heimspiel am letzten Samstag gegen Widnau mit 3:0 gewonnen. Heute Freitag folgt der Cup-Kracher gegen das ruhmreiche Super-League-Team FC Zürich.
Tuggen blieb bisher torlos
Es ist bereits das vierte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Cup. Dreimal verliessen die Zürcher die Linthstrasse als Sieger.Den Auftakt machte das 1/16-Finale in der Saison 1995/96, das der FCZ mit 2:0 gewann. Fünf Jahre später setzten sich die Zürcher im Cup-Achtelfinale gleich mit 4:0 durch. Vor drei Jahren verlor Tuggen in der zweiten Cup-Runde mit 0:3. Nun folgt Affiche Nummer vier. Die grosse Frage lautet: Schiesst Tuggen im vierten Anlauf den ersten Treffer?
FCZ mit Startschwierigkeiten
Das Team vom neuen FCZ-Trainer Marcel Koller ist nicht gut in die Saison gestartet. Nach drei Spielen stehen drei Punkte auf dem Konto. Der Heimsieg (2:1 gegen Servette) wird von zwei Auswärtsniederlagen begleitet. Nach der knappen Pleite gegen St. Gallen zum Auftakt gab es am letzten Sonntag eine kräftige Ohrfeige gegen den FC Lugano. 0:5 hiess es am Ende. Nach dem Frust über die Klatsche im Tessin kommt der Cup-Fight gegen den Underdog vielleicht gerade recht. Kurz vor der Partie an der Linthstrasse vermeldete das Fachmagazin Kicker, dass dem FC Zürich der nächste Substanzverlust drohe. David Vujevic dürfte künftig in der Serie B bei Carrarese Calcio auflaufen. Rund 1,5 Millionen Euro sollen die Italiener bezahlen, um sich die Dienste des Zürcher Innenverteidigers zu sichern. Vujevic ist ein Eigengewächs des FCZ und kam in der vergangenen Saison auf 20 Einsätze in der Super League.
Tuggen ist gut vorbereitet
«Unsere Vorbereitung läuft grundsätzlich normal ab. Wir versuchen, die Belastung gut zu steuern, arbeiten intensiv an den taktischen Abläufen und legen grossen Wert darauf, dass wir körperlich und mental bereit sind. Der Fokus liegt darauf, uns optimal auf den FCZ und die spezielle Cup-Atmosphäre vorzubereiten», erklärt Tuggens Coach Michele Polverino vor dem Match. Der Trainer der Märchler kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mit Kevin Quintas, Eray Erbinel und Gianni Anoniazzi fehlen drei Spieler verletzt, und Jakup Jakupov ist gesperrt. Polverino hat den Cup-Gegner nicht live beobachtet, «aber gewisse Ausschnitte der letzten Spiele gesehen». Vom FCZ erwarte er nach der Niederlage in Lugano eine Reaktion. «Sie werden sicherlich mit viel Energie und Motivation auftreten und versuchen, das letzte Spiel vergessen zu machen. Für uns wird es wichtig sein, von Beginn weg bereit zu sein, dagegenzuhalten und unsere eigenen Qualitäten auf den Platz zu bringen. Wir wissen, dass es ein schwieriges Spiel wird, wir wollen uns aber nicht verstecken», bleibt Polverino optimistisch. Die entscheidende Frage bleibt: Schiesst der FC Tuggen im vierten Anlauf sein erstes Tor gegen den FCZ?
Tuggen – FC Zürich Freitag, 19.30 Uhr, Linthstrasse