Sieg gegen SV Schaffahusen

von Daniel Horisberger (Kommentare: 0)

Es war zähe Kost, welche die Previtali-Elf am Donnerstagabend an der gut besuchten Linthstrasse lieferte – zumindest zu Beginn der Partie. Während rund 25 Minuten fanden weder das Heimteam noch die Gäste ins Spiel und machten das Erlebnis für die Zuschauer entsprechend langwierig. Der Weckruf erfolgte nach 26 Minuten. Der erste entscheidende Angriff lief über Aussenverteidiger Caine Keller, der steil in die Tiefe geschickt wurde und mit seinem Querpass Nando Rüegg vor dem Tor fan. Der Mittelfeldspieler, der am Donnerstag einmal mehr zum Dreh- und Angelpunkt in Tuggens Spiel avancierte, traf in letzter Zeit regelmässig und brachte seine Farben damit auf den richtigen Weg. Der Führungstreffer tat Tuggen sichtlich gut, das eigene Spiel wurde etwas beruhigt und dadurch geordneter. Und auch offensiv konnte man schon bald wieder gefährlich werden: Gianni Antoniazzi lancierte nach einer halben Stunde mit einem Traumpass Haxhi Shala, welcher nach einem Lauf in die Tiefe mit seinem Abschluss über das Tor nur knapp den zweiten Treffer für das Heimteam verpasste. Es schien nun, als wäre Tuggen in der Partie angekommen. Bis zur Pause blieb die Previtali-Elf abgeklärt, konnte immer wieder in die Offensivzone vorstossen und zeigte sich vor allem auch in der Defensive stabil. Richtig gefährlich wurde es aber erst wieder nach dem Seitenwechsel, wobei die erste Chance des zweiten Durchgangs auf das Konto des pfeilschnellen Nathan Tayey ging. Sein Schuss von halb links aussen war allerdings zu wenig kräftig, weshalb Schaffhausens Bleise im Tor den Ball zur Seite abwehren konnte. Der zweite Tuggner Treffer lag in der Luft. Die nächste bemerkenswerte Szene hatte nur wenig später wieder Nathan Tayey als Ausgangspunkt. Dieses Mal lancierte er mit einem Flachpass aus der eigenen Hälft heraus Jakup Jakupov, welcher wiederum direkt auf den in der Mitte heranbrausenden Nando Rüegg weiterleiten konnte. Rüegg – am Donnerstag zweifellos Matchwinner beim FC Tuggen – liess Schaffhausens Torhüter Bleise mustergültig aussteigen und drosch den Ball lässig unter die Latte. Er, der eigentlich die Bälle im Mittelfeld verteilen sollte, fasste sich zum zweiten Mal in der Partie ein Herz und sorgte damit für die Vorentscheidung. Im Nachhinein war der zweite Treffer nämlich wichtig, denn nach einem Moment der Unaufmerksamkeit ging Schaffhausens Crnovrsanin in der 70. Minute im Strafraum völlig vergessen und konnte, von rechts aussen flach angespielt, ohne Mühe zum inzwischen nicht mehr ganz unverdienten Anschlusstreffer einschieben. Tuggen war nach dem zweiten Treffer zu passiv geworden, überliess der «Spielvi» zu viele Spielanteile. Letztere zeigte, dass sie – trotz der roten Laterne in der Tabelle – mitspielen kann und will. Bis zum entscheiden 3:1 durch Jakup Jakupov vom Elfmeterpunkt in der Nachspielzeit, dürfte es dem einen oder anderen Tuggen-Unterstützer nochmals etwas unwohl geworden sein. Schlussendlich brachte man den Zweitore-Vosprung aber über die Runden und siegte unter dem Strich noch immer souverän mit 3:1. Heraus stach zum wiederholten Mal der Mittelfeldspieler Nando Rüegg. Auch abgesehen vom Offensichtlichen – seine zwei Tore entschieden das Spiel – war er auf dem Platz quasi omnipräsent. Nach dem Spiel nahm er zur Leistung seiner Mannschaft Stellung: «In der ersten Halbzeit waren wir nicht richtig in der Partie. Wir wussten, dass es ein hartes Spiel wird und der Gegner mit viel Kampf kommt.» Trotz dem Führungstreffer dauerte es bis zur Pause, ehe man besser wurde: «In der zweiten Halbzeit konnten wir den Ball besser laufen lassen und schliesslich mit dem zweiten und dritten Tor die Partie entscheiden.» Angesprochen darauf, dass er neuerdings die Tore schon fast am Laufmeter erzielt, meint Rüegg schmunzelnd: «Es ist einfach gut gelaufen, heute habe ich mein erstes Doppelpack erzielt. Auch gegen Baden war ich froh, dass ich ein Tor machen konnte. Ich hoffe, es geht so weiter.» In Tuggen hat man bestimmt nichts dagegen, wenn es so weitergeht. Mit weiteren drei Punkten auf dem Konto startet man nun in die Vorbereitung auf das Sechs-Punkte-Spiel gegen Wettswil-Bonstetten kommenden Samstag.

Telegramm:

Tuggen – SV Schaffhausen 3:1 (1:0)

Linthstrasse, 316 Zuschauer, SR: Alessio Auletta

Tore: 26. Rüegg N. 1:0, 52. Rüegg N. 2:0, 69. Crnovrsanin 2:1, 90.+4’ Jakupov 3:1.

Tuggen: Hegner; Antoniazzi (80. Herlea), Osmani (66. Kriz), Rüegg J., Keller; Shala, Erbinel (66. Meier), Rüegg N.; Quintas, Rodrigues (20. Jakupov), Tayey (66. Morina).

SV Schaffhausen: Bleise; Jimenez, Löble, D’Aversa (53. Hostettler), Esterer; Ekinci (56. Thevanayagam), Kargbo (46. Schmid), Gholami (81. Esterer); Aydin (81. Ljatifi), Rrustemi, Crnovrsanin.
Bemerkung: Tuggen ohne Bonthuis, Kräuchi, Vasic und Ismaili. Schaffhausen ohne Belser.

Verwarnungen: 36. Erbinel (Foul), 84. Rrustemi (Foul).

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